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5te on Tour

Tourgeschichten der 5ten

oder...wer ist Heinrich-Pröve?

Nun war es also endlich soweit: ein Jahr nach der scherzhaft ausgeplauderten Idee, vielen Telefonaten, intensiver Planung, unbeirrbarer Suche nach geeigneten Auftrittsorten, enttäuschenden Absagen und erfreulichen Zusagen (Danke an Ben und Basti!) konnte die kleine aber feine Tour 2008 der 5ten Dimension beginnen. Der exklusive Tourbus startete am Nachmittag des 12. September.

Anvisiertes Ziel: Die Heinrich-Pröve-Realschule in Winsen/Aller.

Zur Überraschung aller zog Axel plötzlich für jeden ein Tour-T-Shirt aus seinem Gepäck! Den ersten Anlaufpunkt erreicht begutachteten wir nun auch äußerlich entsprechend gewappnet die Umgebung für den Abend.

Improvisationsvermögen wurde uns hier nicht nur für die Show sondern bereits für die Einrichtung des Spielortes abverlangt. Scheinwerfer, die statt zu strahlen ein brummendes Soundgemisch produzierten, eine putzige Deko von Schneewittchens sieben Zwergen im Hintergrund und eine Leinwand, die krachend auf der Bühne zu Boden ging, sich aber anschließend nicht wieder hochziehen ließ, sollten den Optimismus allerdings nicht bremsen; wir wollten und würden hier einen spaßigen Tourauftakt präsentieren.





Da das von Schulen ausgehende Gefährdungspotentialmittlerweile ja allgemein bekannt ist, war die Sicherheit des Publikums und der SpielerInnen zudem allumfassend gewährleistet:

Ralle Brutalowski, seines Zeichens Sozialarbeiter mit Spezialausbildung im Beschwichtigen selbsterzeugter Panik, sorgte professionell für einen reibungslosen Ablauf. Wer nicht spurte, durfte sich von seinen einschüchternden Durchsetzungsmethoden überzeugen lassen. Das galt natürlich auch für Mitglieder der 5ten Dimension.

Unter diesen Bedingungen konnte also kaum noch etwas schief gehen. Und so war es auch: ein unglaublich lebhaftes Publikum bescherte uns - und wir hoffentlich ihnen - einen wunderschönen Improabend. An dieser Stelle noch mal vielen Dank an die tatkräftige Unterstützung des Theaterensembles WAT (Winsener-Amateur-Theater)!

Erschöpft aber glücklich zogen wir uns nach dem gelungenen Start in unser erstes Tourquartier in den Schneeweißchenweg im Märchenwald(wirklich!) zurück. Nur Axel musste leider im Bus schlafen, da die hauseigene Katze das Losverfahren, wer von beiden das Feld räumen müsse, für sich entschieden hatte. Entschädigt für diese unbequeme Variante wurde er am nächsten Morgen durch den Weckgesang von Basti und Ben: „Axel ist der geilste Typ der Welt, der Welt, der Weeelt....!“

Ein Lied, welches daraufhin zur musikalischen Standardbegleitung unseres Tagesablaufs mutierte. Axels Selbstbewusstsein überstieg in der Folgezeit das von Dieter Bohlen. Wer entscheidet sich bei dieser Konsequenz nicht auch mal für eine Nacht im Kalten?

Das Auftrittsziel für diesen zweiten Abend war das Kulturwerk in Nienburg. Unsere Aufgabe: Spontanes Spiel NACH FESTEN REGELN, so wie im Programm dem des Improtheater (möglicherweise?) noch etwas skeptisch gegenüberstehenden Kulturwerks zu lesen war. Die Beunruhigung darüber, ob man denn ohne festes Stück, auswendig gelernten Text und bis ins Detail geplante Pointen über 1,5 Stunden die kritischen Nienburger ZuschauerInnen fesseln könne, sollte bald der Vergangenheit angehören. Nicht zuletzt Dank des unnachahmlichen Wellenbeauftragten Florian .... konnten wir hier das geilste Publikum der Welt, der Welt, der Weeelt erleben.
Sogar Ralle Brutalowski lehnte sich entspannt zurück und genoss den Abend.

Von Nienburg aus ging es des Nachts noch in DIE Metropole des Nordens: Tönnhausen. Mit seinen knapp 700 Einwohnern und seinem gesättigten infrastrukturellen Angebot in Form der Gaststätte Rieger war Tönnhausen von Anfang an begehrtes Ziel für die 5 + X Improfreunde. Nebenbei bemerkt handelt es sich bei Tönnhausen um den Heimatort von Ben, weswegen uns bereits ein tosendes Publikum gewiss war: Bens Mutter, Bens Vater, Bens Bruder, Bens Schwester, Bens Onkel, Bens Großmutter, Bens Opa, Bens Cousine..... Die Umgebung war also passend gewählt, denn dieser Auftritt sollte Bens letzter im Kreise der 5ten Dimension sein. (Beim Schreiben dieser Zeile entfährt der Autorin ein wehmütiges Seufzen.)

Am Sonntag-Nachmittag füllte sich sehr zur Freude der Gastwirtsfamilie (und natürlich auch zu unserer) der Saal. Denn in der Spielpause wurde hier Kaffee und selbstgebackenes Naschwerk kredenzt. Dieses zusätzliche und im Übrigen äußerst schmackhafte Lockangebot musste im Vorfeld auf Anweisung und mit Unterstützung von Bens Oma auf jedem einzelnen Ankündigungsplakat handschriftlich nachgetragen werden. Denn die Tönnhausener Torte ist schließlich überregional bekannt. Vielleicht war das auch der eigentliche Grund, weshalb es die Zuschauer an diesem Tag selbst aus Lüneburg an diesen beschaulichen Ort zog?
Nach diesem unvergesslichen Gastspiel, 2 Kilo Torte mehr auf den Rippen und einem unbeabsichtigt tränenreichen Abschied unseres Tönnhausener Mitspielers war unsere Tour plötzlich schon vorbei.

Zwei Fragen blieben: Wann fahren wir das nächste Mal und wer ist eigentlich Heinrich Pröve?

15. Oktober 2008